Worum geht es?

Kirchensteuern reichen nicht

Die Kirchensteuern werden in Zukunft nicht mehr ausreichen, um die Arbeit in den Kirchengemeinden und den anderen Einrichtungen der Kirche zu finanzieren. Das hat im wesentlichen demographische Gründe: Die Zahl der Kirchenmitglieder nimmt aufgrund der geringen Geburtenzahl stetig ab. Gleichzeitig gibt es immer mehr ältere Menschen, die nicht mehr berufstätig sind und deshalb keine Kirchensteuern mehr zahlen. Möglicherweise spielt auch eine gewisse Entsolidarisierung eine Rolle: Eine ganze Reihe von Menschen ist nicht mehr bereit, stellvertretend für andere finanzielle Lasten mitzutragen. Unser Kirchensteuersystem, bei dem nur die Kirchenmitglieder Steuern zahlen, die ein versteuerbares Einkommen haben, ist ein Solidarsystem. Vielleicht spielt aber auch eine Rolle, dass die Bindung an große Organisationen - und als solche wird die Kirche auch wahrgenommen - nachlässt.


Nicht jammern - Windmühlen bauen

Die Arbeit der Kirche wird in der Zukunft unter veränderten Bedingungen stattfinden. Das soll nun aber nicht Anlass zum Jammern sein, sondern Gelegenheit, den Wind der Veränderung auf die richtigen Mühlen zu leiten. Die Arbeit der Kirche ist wichtig. Die Botschaft, dass die Menschen Gottes geliebte Geschöpfe sind, sichert auch denen Freiheit und Würde, die nicht Mitglied der Kirche sind, vielleicht selbst gar nicht an Gott glauben. Das christliche Menschenbild ermöglicht eine humane Gesellschaft.


Fundraising

Deshalb hat eine Gruppe von Pastorinnen und Pastoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig sich in Fundraising fortbilden lassen. Sie wollen damit zunächst in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich neue Wege gehen, stehen aber auch anderen Gemeinden und Einrichtungen der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig zur Verfügung. Um diese Aufgabe wahrnehmen zu können und zur Kommunikation untereinander haben sie sich im Fundraising-Forum Braunschweig zusammengeschlossen.


Aber was ist das: Fundraising?

Leider gibt es dafür keinen deutschen Begriff, der mit einem Wort vermitteln könnte, worum es geht.
Es geht vordergründig um das Einwerben von Spenden. Aber es verbindet sich damit eine ganz bestimmte Kultur des Gebens und Spendens. Fundraiser sind davon überzeugt, dass Spenden Freude macht. Wenn damit nämlich verbunden ist, daß der Spender oder die Spenderin die Ziele des Begünstigten teilt, von diesem regelmäßig informiert wird und durch die Spende Verantwortung mit übernehmen kann.
Schon die Bibel spricht davon, dass ein Geber fröhlich sein kann - und dem wird dann auch noch verheißen, dass Gott ihn liebhat.
Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen haben einen Auftrag, den sie sich nicht selbst gesucht und erst recht nicht selbst gegeben haben. Sie haben ihren Auftrag von Jesus Christus. Fundraising führt dazu, dass Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen sich gleichwohl selbst noch unter einem anderen Blickwinkel sehen: vom Standpunkt des Förderers aus. Und dieser Blick ist notwendig.


Gemeindeaufbau und Beratung

Fundraising führt zu einer positiven Bindung zwischen den Spendern und den Begünstigten, getragen von gegenseitiger Wertschätzung. Damit kann Fundraising ein Instrument des Gemeindeaufbaus sein.
Das Fundraising-Forum Braunschweig will innerhalb der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig in diesem Sinne wirken. Auf der Seite "Beratung" finden Sie Personen, von denen Sie sich informieren lassen können:
Hier können Sie sich informieren.



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